Spatenstich für das Sophie-Scholl-Quartier

Die ersten Wohnungen von insgesamt 201 Wohnungen sollen schon im März 2024 fertig sein, die letzten bis Ende 2025

Los geht’s im Sophie-Scholl-Quartier! Der Geschäftsführer der Monheimer Wohnen, Daniel Fieweger (2.v.r), und Bürgermeister Daniel Zimmermann (3.v.r.) traten jetzt gemeinsam mit weiteren Baubeteiligten zum Spatenstich an. Foto: Thomas Spekowius

Der Spatenstich für das nächste ganz große Bauprojekt der Monheimer Wohnen ist erfolgt. Am Dienstag stachen Geschäftsführer Daniel Fieweger und Bürgermeister Daniel Zimmermann gemeinsam mit der 1. Beigeordneten Dr. Lisa Pientak und den Vertretern beteiligten Architektur-, Bau- und Planungsfirmen symbolisch aber dennoch zupackend in den Baumberger Boden, auf dem einst die Geschwister-Scholl-Schule stand und nun das Geschwister Scholl-Quartier entstehen wird.

Bis Ende 2025 werden hier in acht Gebäudekomplexen 201 Wohnen mit insgesamt über 16.000 Quadratmetern Fläche in die Höhe wachsen – 140 davon frei finanziert und 61 öffentlich gefördert. Mit zum Bauvorhaben gehören auch eine fünfgruppige Kindertagesstätte, drei Tiefgaragen mit 162 Stellplätzen sowie 32 oberirdische Kfz-Stellplätze – Carsharing-System inklusive. Geheizt wir mit einem hocheffizienten Blockheizkraftwerk mit KFW-55-Standard, einem Nahwärmekonzept mit 55 Prozent Biomethan und nur 45 Prozent klassischem Erdgas. KFW 55 heißt, dass der Primärenergiebedarf zudem ohnehin bei nur 55 Prozent des Referenzwertes liegt. Auch die Kabelstruktur für eine Dach-PV-Anlage wird bereits im Bau berücksichtigt. Alle Wohnungen der Monheimer Wohnen werden mit einer Fußbodenheizung erwärmt. Sie sind im Betrieb äußerst sparsam, da sie mit niedrigen Vorlauftemperaturen auskommen, die Wärme besser im Raum verteilt wird und länger darin gehalten wird. Die Zukunft ist hier also bereits mit eingebaut, zu den Mieten kommen auf diese Weise vergleichsweise nur noch eher geringe Nebenkosten hinzu. Und das Klima wird geschont.

Beginn der Vermarktungsphase für neue Mieterinnen und Mieter wird ab Sommer 2023 sein. Die Realisierung erfolgt in drei Bauabschnitten. Die ersten Wohnungen sollen ab März 2024 bezugsfertig sein, die Letzten ab Dezember 2025.

Gleich nebenan baut bereits die Firma Paeschke. Auch hier sollen die ersten Wohnungen im Frühjahr 2024 fertig werden. Die Fertigstellung des Edeka- und Drogeriemarkts ist für Ende 2023 angepeilt. 

Ein großer Tag für Baumberg

Bürgermeister Daniel Zimmermann: „Das ist ein großer Tag für Baumberg. Oft werde ich hier im Stadtteil ja angesprochen: Warum habt ihr hier die alte Schule abgerissen, und baut nur wenig weit entfernt für 35 Millionen Euro an der Bregenzer Straße eine neue?  Wenn man hier steht, dann sieht man es. Man sieht, was hier an Bauplanung möglich war. Mit dem, was die Firma Paeschke noch mitrealisiert, werden es am Ende rund 260 Wohnungen sein – der neue Drogerie- und Edeka-Markt und die neue Kita eben noch dazu.“ Zum Vergleich: Für die Fläche im Österreichvierte, an der Bregenzer Straße, gab es auch schon mal eine Bauplanung. Da waren gerade einmal 60 neue Wohneinheiten geplant, zu denen die Baumbergerinnen und Baumberger dann noch weiter ihre alte Schule gehabt hätten. Zimmermann: „Daran sieht man, dass wir hier in der Stadt inzwischen wirklich optimal mit unseren Flächen umgehen. Solche Bauareale lassen sich nicht einfach beliebig vermehren. Deshalb müssen wir mit unseren Ressourcen schonsam sein.“

Monheims Stadtoberhaupt erinnerte beim Spatenstich nochmal: „2014 bin ich hier im Wahlkampf mit dem Versprechen angetreten, dass die Stadt eine eigene Wohnungsbaugesellschaft gründet. 2016 haben wir das getan, nachdem der Stadtrat den entsprechenden Beschluss gefasst hat. Heute wohnen im Quartier unter den Linden schon alle Mieterinnen und Mieter – und sie sind sehr zufrieden. So wie wir als Stadt zufrieden mit der Baufirma Nesseler sind, die uns auch hier im Sophie-Scholl-Quartier nun wieder unterstützt.“

Die Nachfrage innerhalb Monheims ist riesig

Und für wen wird gebaut? „Wir haben schon im Quartier Unter den Linden die Erfahrung gemacht, dass drei Viertel der Wohnungen von Monheimerinnen und Monheimern bezogen werden“, unterstrich Monheims Bürgermeister. „Der Bedarf in der Stadt ist also groß. Und wenn wir jungen Menschen, die gerade eine Familie gründen und daher eine größere Wohnung brauchen, oder Älteren, die ihr Haus verkaufen und sich kleinersetzen möchten, barrierefreie Angebote in unserer Stadt machen wollen, dann brauchen wir Quartiere wie dieses hier – mit einem umfangreichen Mix an kleineren und größeren Wohnungen.“ Und auch die Holzwegpassage wird von den weiteren Menschen profitieren – genauso wie die Menschen von den Angeboten dieses bald richtig attraktiven Nahversorgungszentrums. 

Daniel Fieweger rückte als Geschäftsführer nochmal die Dimension in den Fokus: „Ein Bauprojekt dieser Größenordnung gibt es im Umkreis nicht allzu häufig. Toll, dass wir es hier verwirklichen können.“ Und Karl-Peter Arnolds, Vorsitzender der Geschäftsführung bei der Nesseler Bau GmbH, die nun erstmal die Arbeit hat, hob angesichts seines reichhaltigen Erfahrungsschatzes hervor: „Es ist schon klasse, was hier in Monheim läuft. Als Aachener Unternehmen, das an vielen Stellen im Rheinland tätig ist, können wir das schon ganz gut beurteilen: Die Verwaltungswege sind schnell. Die Entscheidungswege sind schnell. So macht gemeinsames Bauen einfach Spaß. So kann man Termine und Kostenrahmen einhalten. Wir freuen uns, dass wir wieder in Verantwortung dabei sind.“ Und die Monheimerinnen und Monheimer dürfen sich auf mehr modernen Wohnraum in hervorragender Lage freuen. In anderthalb Jahren ziehen die ersten Menschen ein. (ts)

 

 

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